Der Nordschwarzwald, den du noch nicht kennst.
Zwischen tiefen Quellen und wilden Gipfeln: eine Spurensuche.
Der Nordschwarzwald ist eine Stunde von Stuttgart entfernt, 45 Minuten sind es von Karlsruhe, und trotzdem gehört er eher zu den unterschätzten Regionen Deutschlands. Hier entspringt auch Teinacher. Wir waren dort und haben uns bewusst abseits der bekannten Routen bewegt. Durch das wildromantische Murgtal, das kaum jemand auf dem Schirm hat, über die Baumwipfel in Bad Wildbad, durch ein Meer aus drei Millionen Krokussen in Zavelstein und durch Benediktiner-Ruinen, an denen man leicht vorbeifährt. Wer Titisee und Triberg kennt, kennt den Schwarzwald nicht. Wer Bad Teinach kennt, schon eher.
Inhalt
1. Die Reise beginnt: Wo das Wasser seine Heimat hat.
2. Die Biografie des Mineralwassers: Geologie zum Anfassen.
3. Unterwegs im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.
4. Die Naturpark-Wirte: So schmeckt der Schwarzwald.
5. Digital Detox: Eintauchen statt Einloggen.
6. Hoch über den Wipfeln: Der Baumwipfelpfad Schwarzwald.
Die Reise beginnt: Wo das Wasser seine Heimat hat.
Wir stehen am frühen Morgen in Bad Teinach. Die Luft riecht nach feuchtem Moos und kühlem Stein. Hier fängt alles an. Wir haben uns vorgenommen, den Nordschwarzwald so zu erkunden, wie wir ihn bisher selbst nicht kannten. Unser Weg führt uns weg vom Bekannten, hinein in das Tal, immer dem Rauschen des Wassers nach.
Wenn ihr hier seid, nehmt euch die Zeit für den Aufstieg nach Zavelstein. Der Ort thront oben am Hang und die Burgruine dort erzählt Geschichten aus dem 12. Jahrhundert. Wir streifen durch die Überreste der einstigen Stauferburg. Ein besonderes Highlight erwartet euch im März: Dann verwandelt sich der Ort in ein violettes Blütenmeer. Laut Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord blühen hier rund 3 Millionen wilde Krokusse gleichzeitig und bilden eins der größten Krokusfelder Deutschlands.
Tipp für euch: Steigt auf den 28 Meter hohen Burgfried. Von dort oben seht ihr das Teinachtal wie ein grünes Band unter euch liegen. Wenn ihr echte Wildnis sucht, macht einen Abstecher zur Monbachschlucht nahe Bad Liebenzell und Neuhausen, nur wenige Kilometer von Bad Teinach entfernt. Wir klettern dort über umgestürzte Bäume und balancieren auf Steinen durch das Flussbett.
Mit der Kulturbahn durch das Nagoldtal.
Die Kulturbahn (Linie RB 74) ist eine 103 Kilometer lange Regionalbahnstrecke durch das Nagoldtal und die entspannteste Art, den Nordschwarzwald zu erkunden. Die Schienen führen direkt am Fluss entlang, durch Tunnel und tiefe Wälder. Viele Bahnhöfe liegen direkt am Einstieg zu den Wanderwegen.
• Die Strecke: Pforzheim – Calw – Bad Teinach – Horb am Neckar, zweistündlich weiter bis Tübingen.
• Der Takt: Stündlich ganztägig, in der Hauptverkehrszeit zwischen Pforzheim und Nagold alle 30 Minuten.
• Die Fahrzeit – Beispiel: Pforzheim bis Bad Teinach ca. 35 Minuten.
Plant eure Fahrt mit der Kulturbahn: https://regional.bahn.de/regionen/baden-wuerttemberg/ueb/ueber-uns/kulturbahn
Die Biografie des Mineralwassers:
Geologie zum Anfassen.
Das Mineralwasser, das hier im Teinachtal entspringt, hat eine lange Reise hinter sich. Tief unter unseren Füßen sickert Regenwasser durch Schichten aus Buntsandstein, Granit und Gneis. Jahrzehntelang wandert das Wasser hindurch und nimmt Mineralien auf. Das Teinacher Mineralwasser entspringt genau hier, im Herzen des Naturparks, in einer geschützten Tallage.
Unterwegs im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.
Mit 4.200 Quadratkilometern ist der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord der größte Naturpark Deutschlands. Er ist größer als das Saarland und Heimat von rund 800.000 Menschen in über 100 Städten und Gemeinden. Wusstet ihr, dass Teinacher Partner des Naturparks ist? Wir tauchen ein in dieses Schutzgebiet der Kontraste.
Unsere Tour führt uns nach Kaltenbronn. Wenn ihr euch von Gernsbach aus hinaufarbeitet oder aus Richtung Bad Wildbad kommt, landet ihr direkt in dieser faszinierenden Moorlandschaft. Am Hohlohsee laufen wir über schmale Holzstege durch eine Landschaft, die ein bisschen an Skandinavien erinnert.
Für eure Planung empfehlen wir die „AugenBlick-Runden“ des Naturparks. Das sind speziell ausgewiesene Erlebnistouren, die immer zu einem besonders gestalteten Aussichtspunkt führen, ausgestattet mit Sitzbank, Panoramatisch und einer beschrifteten Aussichtstafel. Es gibt über 30 davon im gesamten Naturpark, zum Beispiel in Alpirsbach, Bühlertal oder Neubulach. Für Genusswanderer genauso wie für anspruchsvolle Outdoorfans.
Die Naturpark-Wirte: So schmeckt der Schwarzwald.
Wer viel wandert, bekommt Hunger. Darum kehren wir bei einem der Naturpark-Wirte ein. Sie sind ein Zusammenschluss von mehr als 40 Gastronomen im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, die sich einer strikten Regionalitätspflicht verschrieben haben: Mindestens sechs Gerichte und ein vollständiges Menü auf der Karte müssen das ganze Jahr über ausschließlich aus lokalen Zutaten der direkten Nachbarschaft bestehen. Ihr findet sie überall im Schutzgebiet, von Freudenstadt im Süden bis hinauf nach Ettlingen vor den Toren Karlsruhes.
Wir bestellen ein Gericht vom heimischen Wild. Der Unterschied ist sofort spürbar. Das Fleisch kommt direkt aus den Wäldern vor der Haustür, das Gemüse vom Bauern im nächsten Tal. Hier wird nicht nur gekocht, sondern eine Kulturlandschaft erhalten. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten sorgen die Wirte dafür, dass die typischen Schwarzwaldwiesen nicht verbuschen. Achtet auf das Logo der Naturpark-Wirte, wenn ihr eine authentische Pause sucht.
Die Naturpark-Märkte.
• Was: Regionale Erzeuger präsentieren ihre Waren – von Schwarzwälder Schinken über Käse bis zu echtem Handwerk.
• Wann: Die Märkte finden zwischen Mai und Oktober in wechselnden Städten des Naturparks statt. Nach Angaben des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord gibt es jährlich über 20 Märkte an ebenso vielen Standorten im gesamten Schutzgebiet.
• Warum: Hier trefft ihr die Menschen hinter den Produkten und könnt euch für euer nächstes Picknick im Wald eindecken.
Mehr über die Naturpark-Märkte erfahren: https://naturparkschwarzwald.de/erleben/naturpark-maerkte#/event
Digital Detox: Eintauchen statt Einloggen.
Mitten im dichten Tannenforst bemerken wir, dass unsere Smartphones kein Netz mehr haben. Zuerst ist es ungewohnt, dann befreiend. Wir nutzen die Zeit für Waldbaden und hätten gern mehr davon. Es geht nicht darum, Kilometer zu fressen, sondern die Sinne zu öffnen. Zum Beispiel für die duftenden Terpene, die ätherischen Öle der Nadelbäume.
Dieser Rückzug ins Grüne ist vielleicht das beste Digital Detox, das man sich vorstellen kann. Wenn ihr das auch erleben wollt, lasst das Handy mal bewusst im Rucksack. Der Wald braucht kein WLAN, um sich mit euch zu verbinden. Wir sitzen eine halbe Stunde einfach auf einem Baumstamm. Man hört einfach mehr, wenn man das digitale Rauschen abschaltet.
„Der Teinacher“ ist ein besonderer Wanderweg rund um Bad Teinach.
Über allen Wipfeln: Der Baumwipfelpfad Schwarzwald.
Der Baumwipfelpfad Schwarzwald in Bad Wildbad ist ein 1.250 Meter langer Erlebnispfad, der in bis zu 20 Metern Höhe durch die Baumkronen von Buchen, Tannen und Fichten führt und in einem 40 Meter hohen Aussichtsturm mit 360-Grad-Panorama endet. Er liegt auf dem Sommerberg direkt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und ist barrierefrei, ohne eine einzige Stufe.
Wir sind früh dort, bevor die ersten Schulklassen ankommen. Auf dem Pfad verändert sich etwas. Man läuft nicht mehr durch den Wald, man läuft über ihn hinweg. Die Baumwipfel sind auf einmal auf Augenhöhe, das Rauschen der Kronen klingt anders, wenn man mittendrin statt darunter steht.
Der Aussichtsturm am Ende ist der eigentliche Moment. Man dreht Runde um Runde die spiralförmige Rampe nach oben, der Blick weitet sich mit jeder Etage. Ganz oben habt ihr einen Blick über den Nordschwarzwald als endloses grünes Meer, bei guter Sicht bis zu den Alpen. Wer mag, nimmt den Weg nach unten durch die 55 Meter lange Tunnelrutsche, das ist wieder Erdung im wörtlichen Sinne.
Ein Geheimtipp für die Wintersaison: Beim „Lichterzauber“ verwandelt sich der Baumwipfelpfad ab dem späten Nachmittag in eine illuminierte Landschaft hoch über dem dunklen Wald. Kaum jemand kennt dieses Event, und deshalb lohnt es sich.
Die verborgene Wildnis des Murgtals.
Wir ziehen weiter ins Murgtal, rund 30 Kilometer nordwestlich von Bad Teinach. Besonders das wildromantische Raumünzachtal hat es uns angetan. Es ist ein Seitental, in dem die Zeit scheinbar stillzustehen scheint. Wir laufen einen dieser Wege, die auf den ersten Blick nicht viel versprechen. Irgendwann fällt uns auf, dass der Pfad ungewöhnlich gerade verläuft. Viel zu gerade für einen normalen Wanderweg.
Etwas weiter entdecken wir alte Steine im Wald, die fast komplett überwachsen sind: Hier bei Forbach verlief einmal die Schwarzmichelbahn. Damals transportierte man auf ihren Schienen Baumaterialien für die Talsperre. Heute holt sich die Natur die Trasse zurück.
Ein stiller Ort zum Innehalten ist die Schwarzenbachtalsperre bei Forbach. Der See liegt tiefblau zwischen den bewaldeten Bergen und lädt zum Durchatmen ein. Wir folgen dem Flusslauf der Murg und entdecken Stellen, die fast alpin wirken.
Begegnungen im Dickicht: Luchs, Wildschwein und Auerhuhn.
Wir halten den Atem an. Irgendwo hier im Unterholz bewegen sie sich. Wir wissen, dass der Luchs wieder durch diese Wälder streift. Nach Angaben der Nationalparkverwaltung Schwarzwald gilt der Nordschwarzwald als eines der wenigen Gebiete im deutschen Südwesten, in dem der Luchs nachweislich vorkommt. Gesehen haben wir ihn nicht, aber das Wissen um seine Anwesenheit macht jede Wanderung spannender. Viel öfter begegnen wir den Spuren der „Wilden Sau“. Das Wildschwein ist hier fast schon ein heimliches Wappentier.
Aber das wahre Juwel ist das Auerhuhn. Der riesige Waldvogel ist extrem selten geworden. Laut Schwarzwald Tourismus GmbH laufen gezielte Schutzprojekte, um seinen Bestand im Nordschwarzwald langfristig zu sichern. Wenn ihr im Frühjahr unterwegs seid, hört ihr mit viel Glück das charakteristische Klopfen und Schleifen des Auerhahns bei der Balz. Aber denkt dran, euch nur auf den markierten Wegen zu bewegen.
Kultur und Kontraste: Calw und Kloster Hirsau.
Nach so viel Wildnis brauchen wir wieder etwas Stein unter den Füßen. Calw liegt keine 15 Kilometer von Bad Teinach entfernt, und trotzdem haben viele Menschen den Ort nie richtig gesehen. Viele verbinden ihn „nur“ mit Hermann Hesse und fahren nach dem Museumsbesuch direkt weiter. Ein Fehler, wie wir finden. Die Altstadt mit der Nikolausbrücke und den schmalen Fachwerkhäusern ist außergewöhnlich schön.
Wir verbringen viel Zeit damit, die Details an den Fassaden zu entdecken. Die Architektur der Marktstraße ist fotografisch ein Höhepunkt. Überall gibt es kleine Gassen, in denen die Zeit konserviert scheint. Direkt nebenan, in Hirsau, wartet eine der bedeutendsten Benediktiner-Ruinen Deutschlands, frei zugänglich und von nur wenigen Menschen besucht. Wir spazieren durch den weitläufigen Kreuzgang und staunen über den Eulenturm, der stolz in den Himmel ragt.
Das Kloster war einst ein Machtzentrum der geistigen Welt. Wenn ihr zwischen den hohen romanischen und gotischen Bögen steht, spürt ihr eine ganz besondere Energie. Speziell am späten Nachmittag, wenn die Sonne die Sandsteine rot leuchten lässt, entfaltet dieser Ort eine fast mystische Stille.
Roadtrip im Nebel: Die Schwarzwaldhochstraße.
Es ist Nebensaison und der Schwarzwald hüllt sich in ein mystisches Grau. Wir fahren die Schwarzwaldhochstraße entlang. Diese legendäre Route, die B500, verbindet auf rund 60 Kilometern Baden-Baden mit Freudenstadt und führt uns dabei auf bis zu 1.000 Meter Höhe. Im Sommer ist hier viel los, aber jetzt haben wir die weiten Kurven fast für uns allein.
Der Nebel kriecht über die Grindenhöhen und verschluckt die Spitzen der Tannen. Das Sichtfeld schrumpft, die Welt wird klein und fokussiert. Wir halten am Mummelsee. Das dunkle Wasser liegt absolut still da. Wir laufen ein Stück am Ufer entlang und merken, wie die kühle, feuchte Luft unsere Gedanken klärt.
Wenn ihr in der kalten Jahreszeit hier seid, solltet ihr euch eine warme Jacke schnappen und bis zur Hornisgrinde hochlaufen. Mit 1.164 Metern ist sie der höchste Gipfel des Nordschwarzwalds. Dort oben peitscht der Wind oft ordentlich, aber das Gefühl von Freiheit über dem Nebelmeer ist eindrucksvoll. Der Kontrast zwischen dem grauen Schleier im Tal und dem strahlenden Blau über den Wolken ist die Belohnung für jeden Aufstieg.
Schwarzwald-Events abseits des Mainstreams.
Wir erkundigen uns bei den Einheimischen nach ihren Lieblingsfesten. Sie erzählen von der Tonbachtal-Beleuchtung im Sommer bei Baiersbronn – einem Ort übrigens, den nicht jeder als Gemeinde mit der höchsten Michelin-Sterne-Dichte in Deutschland auf dem Schirm hat. Tausende sanfte Lichter leuchten hier während der Tonbachtal-Beleuchtung in der Dunkelheit und verwandeln das Tal. Wir hören auch von den urigen Weidefesten, bei denen das Vieh im Herbst von den Almwiesen zurückkehrt.
Fragt in den Gasthäusern nach den Terminen für die lokalen „Hocks“. Da sitzt ihr auf Bierbänken zwischen den Bewohnern, es gibt selbstgebackenen Zwiebelkuchen und – mit etwas Glück – Geschichten, die keine Marketingabteilung erfinden könnte.
3 Dinge, die ihr im Nordschwarzwald gemacht haben müsst.
- Früh aufstehen für den Nebel: Fahrt vor Sonnenaufgang zur Schwarzwaldhochstraße. Wenn die Täler noch im Nebel versinken und nur die Gipfel herausschauen, gehört euch der Moment ganz allein.
- Den Wald schmecken: Besucht einen der Naturpark-Wirte und bestellt gezielt nach Saison. Ob Bärlauch im Frühjahr oder Pilze im Herbst.
- Einfach mal schweigen: Setzt euch für zehn Minuten an die Gertelbachfälle oder den Hohlohsee und schaltet alles aus. Das Rauschen oder die Stille: Beide sind die besten Akku-Lader.
Zurück zur Quelle: Ein Kreis schließt sich.
Unsere Tour endet wieder in Bad Teinach. Wir sitzen am Ufer und lassen die letzten Tage Revue passieren. Wir haben die Weite der Hochstraße gefühlt, die Höhe des Baumwipfelpfads erlebt, die Enge der Murgtalklamm kennen gelernt und die Stille in den Ruinen von Hirsau genossen. Der Schwarzwald ist wild, ruhig und manchmal überraschend modern. Wenn ihr das nächste Mal eine Auszeit braucht, wisst ihr jetzt, wo ihr suchen müsst.
FAQ: Was viele über den Schwarzwald wissen wollen.
Was ist der Unterschied zwischen Nationalpark Schwarzwald und Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord?
Der Nationalpark Schwarzwald ist ein rund 10.000 Hektar großes Wildnisgebiet im Nordschwarzwald, in dem die Natur sich vollständig selbst überlassen wird – keine forstwirtschaftliche Nutzung, strenge Betretungsregeln auf den ausgewiesenen Wegen. Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ist mit 4.200 Quadratkilometern deutlich größer und schließt den Nationalpark vollständig ein. Er ist kein Wildnisreservat, sondern ein Schutzgebiet, das Natur, Kulturlandschaft, Tourismus und Landwirtschaft miteinander verbindet. Im Naturpark darf man wandern, einkehren und übernachten – der Nationalpark liegt mittendrin als sein geschütztes Herzstück.
Für wen eignet sich der Nordschwarzwald als Reiseziel?
Der Nordschwarzwald ist für sehr unterschiedliche Reisende geeignet. Familien finden gut ausgeschilderte Erlebnispfade und naturpädagogische Angebote des Naturparks. Wanderbegeisterte haben die Wahl zwischen über 30 AugenBlick-Runden, anspruchsvollen Streckenwanderungen und ausgewiesenen Trekking-Camps für Übernachtungen im Wald. Genussreisende schätzen die Naturpark-Wirte mit regionaler Küche und die kulinarische Dichte rund um Baiersbronn. Und wer einfach Ruhe sucht, findet sie im Murgtal, an den Moorseen des Kaltenbronn oder in den stillen Tälern rund um Bad Teinach.
Wann blühen die Krokusse in Zavelstein?
Das Naturschauspiel mit rund 3 Millionen wilden Krokussen findet jedes Jahr im März statt und verwandelt den Ort in ein violettes Meer. In der Hauptblütezeit bieten lokale Guides spezielle Themenwanderungen an.
Was ist das Besondere an den Naturpark-Wirten?
Die Naturpark-Wirte sind ein Zusammenschluss von mehr als 40 Gastronomen im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Die Gastronomen verpflichten sich, mindestens sechs Gerichte ganzjährig aus rein regionalen Zutaten der direkten Nachbarschaft anzubieten.
Wie verläuft die Schwarzwaldhochstraße?
Die legendäre B500 erstreckt sich über rund 60 Kilometer zwischen Baden-Baden und Freudenstadt auf einer Höhe von bis zu 1.000 Metern.
Was erwartet mich bei den Naturpark-Märkten?
Regionale Erzeuger präsentieren von Mai bis Oktober ihre Waren: von Schwarzwälder Spezialitäten bis hin zu traditionellem Handwerk. Nach Angaben des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord finden jährlich über 20 Märkte an ebenso vielen Standorten im gesamten Schutzgebiet statt.
Was ist die Kulturbahn?
Die Kulturbahn (Linie RB 74) ist eine 103 Kilometer lange Regionalbahnstrecke, die Pforzheim über Calw und Bad Teinach mit Horb am Neckar verbindet und auf dem südlichen Abschnitt bis nach Tübingen weiterfährt. Die Züge fahren ganztägig im Stundentakt, in der Hauptverkehrszeit zwischen Pforzheim und Nagold alle 30 Minuten.
Was sind die AugenBlick-Runden?
Die AugenBlick-Runden sind speziell ausgewiesene Erlebnistouren des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, die alle zu einem besonders gestalteten Aussichtspunkt mit Panoramadarstellung führen. Es gibt über 30 solcher Routen im Schutzgebiet, für Genusswanderer ebenso wie für anspruchsvolle Outdoorfans.
Gibt es Ladestationen für E-Bikes im Naturpark?
Ja, das Netz wird stetig ausgebaut. Viele Naturpark-Wirte bieten ihren Gästen mittlerweile kostenlose Lademöglichkeiten an, während man einkehrt.
Was bedeutet die Zertifizierung „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland"?
Wege wie der „Wasser-, Wald- und Wiesenpfad“ tragen dieses Siegel. Es garantiert eine perfekte Markierung, abwechslungsreiche Beläge und einen hohen Anteil an naturnahen Wegen.
Gibt es geführte Wildtier-Exkursionen?
Die Nationalparkverwaltung bietet regelmäßig Touren mit Rangern an. Dabei lernt man viel über das Auerhuhn oder den Nationalparkwald, auch wenn sich die scheuen Tiere selten direkt zeigen.
Wie verhalte ich mich bei einer Begegnung mit Wildschweinen?
Ruhig bleiben und Distanz halten. Normalerweise ziehen sich die Tiere zurück. Man sollte es unbedingt vermeiden, die Wege zu verlassen, besonders während der Setzzeit im Frühjahr.
Ist der Nordschwarzwald für Urlaub mit Hund geeignet?
Ja. Die meisten Wanderwege und auch die Naturpark-Wirte sind sehr hundefreundlich. Im Nationalpark und in Naturschutzgebieten wie den Hochmooren aber unbedingt auf die Leinenpflicht achten.
Wo kann ich typische Schwarzwälder Produkte kaufen?
Neben den Naturpark-Märkten bieten viele Bauernhöfe in der Region Hofläden oder Regio-Matten an. Dort bekommt man rund um die Uhr frische Eier, Käse und Dosenwurst direkt vom Erzeuger.


