1472 bis 2020:
Könige, ein Hirsch und das Comeback für Glas

Woher das Teinacher Heilwasser seinen Namen hat,
was den Adel hierher führte
und wie die Genussflasche zum Publikumserfolg wurde

Es war ein Hirsch, der vor langer Zeit einen Jäger zur Quelle führte.
So die Sage. Wenn nicht wahr, dann ist die Geschichte zumindest schön erfunden und führt zu dem Namen, den das Heilwasser bis heute trägt: Hirschquelle. Ein Jagdhaus gab es allerdings tatsächlich dort, wo heute in Bad Teinach die Therme steht.

Der „Sauerbronne zu Dainach“ wird 1472 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, schreiben Karl und Siegfried Greiner im Büchlein „Bad Teinach und Zavelstein“, das 1986 von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG herausgegeben wurde. Die Mineralbrunnen AG Überkingen hatte das Bad samt Mineralquelle 1923 gekauft, es blieb bis 2012 in deren Besitz.

Die Mineralbrunnen AG ließ in den 1930er-Jahren die damals größte Abfüllanlage in Deutschland errichten und alle Badeeinrichtungen modernisieren.
2016 wurden erneut große Renovierungsarbeiten abgeschlossen.
Gäste erfreuen sich seitdem an dem modernisierten Becken und dem neuen Spa-Bereich des Hotels Therme Teinach.
Das warme Mineralwasser für die Therme wurde übrigens erst 1981 bei Bohrungen für neue Quellen entdeckt.

Als eigentlicher Startpunkt des Bades gilt das Jahr 1770. Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg ließ damals seine Sommerresidenz im Teinachtal errichten. Und König Wilhelm I. erhob es 1835 zum „Königlichen Bad“. Was bedeutete, dass der württembergische Adel sich mit großem Gefolge regelmäßig zur Kur oder zum Besuch der Krokusblüte in Zavelstein einfand. Es folgten die Berühmtheiten der Zeit: der Dichter Joseph Viktor von Scheffel etwa, dem zu Ehren ein Aussichtspunkt benannt wurde, oder Eduard Mörike, der sich nach seinem sechswöchigen Aufenthalt in Bad Teinach deutlich gestärkt fühlte.

Diese Flasche Teinacher Hirschquelle mit Bügelverschluss stammt aus den 1960er-Jahren

„O Quell, der perlend hell, heilkräftig aus den Felsen springt“

Joseph Victor von Scheffel

Es wird weiter investiert

Im Zweiten Weltkrieg diente Bad Teinach als Lazarett. Erst nach 1950 durften wieder Gäste das Bad besuchen. Die Mineralbrunnen AG investierte erneut in den Ausbau von Bad und Abfüllanlagen. Die Otto-Neidhart-Allee, an der das Hotel Therme Teinach heute liegt, erinnert an den damaligen Generaldirektor.
Anfang der 1980er-Jahre wurde das neue Kurmittelhaus fertig und die Durchgangsstraße war verlegt worden zugunsten einer Fußgänger-Passage.

Die Qualität steigt weiter

Back to the roots – zurück zu den Wurzeln. So lässt sich die aktuelle Entwicklung des Teinacher Mineralbrunnens beschreiben.
Zumindest in Sachen Glasflasche. Denn sie erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Seit über einem Vierteljahrhundert ist Teinacher Marktführer in der Gastronomie in Baden-Württemberg und war eines der ersten Unternehmen, das für die Gastronomie ein eigenes Glasgebinde einführte.
Die markanten blauen Gourmet-Flaschen gehören zu den fünf Top-Marken in der Gastronomie.

Dabei sollte es nicht bleiben. Teinacher investierte weiter in Qualität und führte 2015 die Genussflasche für den Handel und damit den Endverbraucher ein.
„Das war ein richtiger Erfolg“, erzählt Marketing-Manager Thomas Schmid. „Wir konnten eine hohe Verbraucherakzeptanz erreichen und haben tolles Feedback bekommen.“ Die neue Flasche ist nicht nur elegant und damit für jeden schön gedeckten Tisch geeignet. Sie ist auch nachhaltig und schont Ressourcen.
Seit 2019 füllt Teinacher zudem mehrere Produkte in der trendigen Longneck-Flasche ab.
Den Anfang machte die 2017 eingeführte Teinacher Genuss-Limonade.

Innovation aus dem Jahr 2015: die Teinacher Genussflasche im Komfortkasten

Geprüft und für gut befunden

Der Schutz und der Erhalt von Natur und Umwelt gehören zum genetischen Code von Teinacher.
„Schließlich sind wir auf eine intakte Natur absolut angewiesen“, betont Marketing-Manager Thomas Schmid.
2013 erhielt Teinacher folgerichtig als erster Mineralbrunnen Deutschlands das Prüfsiegel für gesicherte Nachhaltigkeit.
Bereits 2011 überzeugte die Mineralbrunnen Teinach GmbH die Prüfer des Instituts Fresenius und erhielt
erstmals das IFS (International Food Standard)-Zertifikat.
Es bestätigte, dass die Produktion in Bad Teinach den strengen Anforderungen der unabhängigen internationalen Prüfstelle gerecht wurde.
Es geht vor allem um rückverfolgbare Prozesse – von der Produktion bis zur Anlieferung – und um den Produktschutz. Das IFS-Zertifikat muss sich Teinacher jedes Jahr neu verdienen. Das bedeutet ein jährliches Audit durch die internationale Prüfstelle.

Das Neueste im Sortiment: Teinacher Eistee und Leichter Genuss

Das Teinacher-Team sieht übrigens keinen Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Schon seit 2016 führt Teinacher Eistee im Sortiment. Er besteht aus natürlichem Mineralwasser, feinen Tee-Auszügen sowie natürlichen Aromen. Den Teinacher Eistee in den Geschmacksrichtungen Pfirsich und Zitrone gibt es in der 0,33-Liter-Longneckflasche, der 0,75-Liter-Genussflasche und der 0,5-Liter-Petcycle-Flasche.
Die Besonderheit: Er ist für eine vegane Ernährung geeignet. Für die Freunde kalorienarmer und zugleich veganer Getränke hat Teinacher 2020 außerdem Teinacher Leichter Genuss in den Sorten Pfirsich-Quitte und Apfel-Himbeere eingeführt.

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