Warum ist Wasser gut für Körper und Geist?

Trinken fördert das Denken und unsere allgemeine Vitalität. Denn durch die Aufnahme von Flüssigkeit unterstützen wir gezielt den Transport von Nährstoffen.

Wenn Lippen und Gaumen mit Wasser benetzt werden, entlockt uns dies meist einen Laut der Zufriedenheit: aaaah! Wasser – Quell des Lebens: Unser Blut besteht zu 80 Prozent aus Wasser, das Gehirn bringt es auf 70 Prozent. Der gesamte Mensch besteht, je nach Alter und Geschlecht, bis zu 80 Prozent aus Wasser. Nicht nur nach dem Sport oder Spaziergang ist ein Glas Wasser eine Wohltat: Auch wer im Büro Ideen ausbrütet oder für die Schule büffelt, spürt schnell den neuen Schwung Konzentration, den ein Glas Wasser gibt.

Ob als Trinkritual gleich morgens nach dem Aufstehen, zimmerwarm temperiert, als Mini-Päuschen bei der Hausarbeit oder nach dem Sport: Wasser tut einfach nur gut. Es ist für den Körper lebenswichtig und wird für viele Stoffwechselvorgänge gebraucht. Wer hingegen zu wenig trinkt, riskiert zähflüssiges Blut, das die Nährstoffversorgung der Zellen und Organe verlangsamt. Wasser ist außerdem die Trägersubstanz, um Giftstoffe über den Urin auszuscheiden.

Ohne Wasser können wir nicht einmal 100 Stunden überleben. Zum Glück meldet der Körper ein Durstgefühl, wenn er mehr Flüssigkeit verliert, als er bekommt. Trinken sollte man vorsorglich ausreichend: Schon ein leichter Wassermangel führt dazu, dass zum Beispiel Muskelzellen schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.

Fit im Kopf, dank Wasser

Trinken hilft auch beim Denken, sorgt für einen klaren Kopf, innere Ruhe und ein gutes Gedächtnis. Wer genug trinkt, stellt damit die Durchblutung des Hirngewebes sicher. Flüssigkeitsmangel hingegen kann Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen nach sich ziehen. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung rät, etwa 1,5 Liter Flüssigkeit in Form von Getränken täglich zu sich zu nehmen. Denn der Körper verliert, auch wenn wir es nicht bemerken, permanent Wasser durch das Schwitzen.

Jeder Tropfen Wasser wird im Körper, und besonders im Gehirn, benötigt. Ein Flüssigkeitsmangel von bereits einem bis zwei Prozent vermindert die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Der Wasserbedarf richtet sich übrigens auch nach dem Alter: So benötigt ein 25-Jähriger mehr Flüssigkeit als ein 70-Jähriger.

Wasser hat, im Gegensatz zu Säften, den Null-Kalorien-Vorteil. Nichts löscht besser den Durst! Auch unserem Aussehen, sprich der Haut, kommt viel trinken zugute: Sie speichert rund ein Drittel der gesamten Flüssigkeit im Körper.

Genug getrunken? Kleiner Test

Wer wissen möchte, ob er tief genug ins Wasserglas geschaut hat, kann dies leicht prüfen: Bilde mit zwei Fingern einer Hand eine Hautfalte auf dem Handrücken der anderen Hand. „Springt“ die Haut gleich wieder zurück, ist der Körper ausreichend „gewässert“. Bleibt die Hautfalte jedoch zwei, drei Sekunden bestehen, deutet dies auf Wassermangel hin. Na, dann mal Prosit!

Wie viel muss ich trinken?

Einen Teil unserer benötigten Flüssigkeitsmenge nehmen wir ganz einfach über die Nahrung auf. Der große Rest jedoch muss durch geeignete Getränke ausgeglichen werden, damit unser Körper nicht dehydriert (austrocknet). Je nach Alter, Geschlecht, Fett- und Muskelanteil sowie körperlicher und geistiger Tätigkeit oder auch Neigung zum Schwitzen variiert die empfohlene (und lebenswichtige) Menge. Wie viel Flüssigkeit du durchschnittlich benötigst, kannst du ganz einfach an der Tabelle ablesen.

Ihr individueller Flüssigkeitsbedarf*

* modifiziert nach D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr

** Stillende Mütter haben einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf; während der Schwangerschaft steigt der Flüssigkeitsbedarf hingegen nur leicht.

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